
RĂŒckblick
Konjunktur: Wirtschaftswachstum trotz geopolitischer Krisen
Der Start ins Jahr 2026 war stark, doch geopolitische Spannungen und der Energiepreisschock dĂ€mpften die Erwartungen. Wachstumsprognosen wurden gesenkt, Inflationsausblicke erhöht. Eine AbschwĂ€chung zeichnet sich ab, eine Rezession jedoch nicht. Im BTV Basisszenario bleibt das Umfeld stabil â mit moderatem, aber schwĂ€cherem Wachstum als zu Jahresbeginn erwartet.
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Zusammenfassung
In den BTV Kapitalmarkt-Insights gab Robert Wiesner, Leiter des BTV Asset Management, am 16. Juni 2026 einen Konjunktur- sowie Kapitalmarktausblick und sprach darĂŒber hinaus ĂŒber die Anlagestrategie in den BTV Asset Management Mandaten. Im aktuellen Umfeld kristallisieren sich vier Themen heraus, die in unserem Online-Event im Fokus standen:
Konjunktur: Wirtschaftswachstum trotz geopolitischer Krisen
Der Start in das Jahr 2026 verlief sehr positiv: Eine fortschreitende Konjunkturerholung bei moderater Inflationsentwicklung, geld- und fiskalpolitische StĂŒtzungsmaĂnahmen sowie Fortschritte im US-Handelskonflikt fĂŒhrten zu hohen Erwartungen fĂŒr 2026. Geopolitische Turbulenzen sowie der Krieg im Nahen Osten in Kombination mit dem Energiepreisschock verpassten den Wachstumserwartungen allerdings einen DĂ€mpfer. GroĂe HĂ€user senkten ihre Wachstumsprognosen und erhöhten gleichzeitig ihre Inflationsprognosen fĂŒr 2026 und 2027. Vorlauf- und Stimmungsindikatoren (z. B. Einkaufsmanagerindizes, Verbrauchervertrauen) zeigen zwar eine erwartete AbschwĂ€chung des Wirtschaftswachstums, lassen uns aber von keiner Rezession ausgehen. Im BTV Basisszenario gehen wir davon aus, dass die Einigung zwischen den USA und dem Iran hĂ€lt, die StraĂe von Hormus geöffnet bleibt, die EnergieverfĂŒgbarkeit steigt und die Energiepreise erneut sinken. Eine intakte, aber nicht ĂŒberhitzende Nachfrage, Investitionen in Zukunftsthemen, fiskalpolitische StĂŒtzungsmaĂnahmen und ProduktivitĂ€tsgewinne durch Fortschritte im KI-Bereich sprechen fĂŒr ein positives Wirtschaftswachstum im Jahr 2026. Dennoch dĂŒrfte dieses schwĂ€cher ausfallen als zu Jahresbeginn erwartet.
Zinsen: Inflationsanstieg sollte temporÀr bleiben
Steigende Inflationsraten rĂŒckten zuletzt wieder stĂ€rker in den Fokus der Notenbanken. Nach EinschĂ€tzung der BTV dĂŒrfte der jĂŒngste Anstieg jedoch vor allem energiebedingt und damit nur vorĂŒbergehend sein. Im Vergleich zu 2022 handelt es sich in diesem Jahr nicht um einen nachfragegetriebenen Inflationsanstieg, da die Konsumausgaben der Verbraucher*innen auf durchschnittlichen Niveaus verharren und die Ersparnisse tendenziell zurĂŒckgehen. In den USA haben robuste Konjunkturdaten und ein anhaltender Preisdruck die Erwartungen an baldige Zinssenkungen gedĂ€mpft. Stattdessen rechnen Marktteilnehmer*innen zunehmend damit, dass die US-Notenbank die Zinsen vorerst unverĂ€ndert lĂ€sst und im weiteren Jahresverlauf sogar anheben könnte. Auch in der Eurozone bleibt die Inflation ein zentrales Thema. Die EZB hat ihren Einlagezins zuletzt um 25 Basispunkte auf 2,25 % angehoben und weitere Zinsschritte werden von den WĂ€hrungshĂŒtern diskutiert und sind am Markt auch eingepreist. Entsprechend sind auch die Renditen ĂŒber das gesamte Laufzeitensegment der EUR- und US-Zinskurve angestiegen. In den aktuellen Renditeniveaus dĂŒrften laut BTV EinschĂ€tzung bereits höhere Energiepreise und damit höhere Inflationsraten ĂŒber mehrere Monate sowie eine restriktive Geldpolitik der Notenbanken eingepreist sein. FĂŒr Anleger*innen bleibt das aktuelle Renditeniveau bei Anleihen damit weiterhin attraktiv.
Aktienmarkt: Starke Unternehmensgewinne geben RĂŒckenwind
Die globalen AktienmĂ€rkte haben sich im ersten Halbjahr 2026 sehr gut entwickelt und einzelne Indizes wie der S&P 500 oder der Nikkei 225 konnten neue Allzeithochs erreichen. Geopolitische Turbulenzen, der Krieg im Nahen Osten, der Energiepreisschock sowie neue Zollandrohungen durch US-PrĂ€sident Trump fĂŒhrten nur zu temporĂ€ren RĂŒcksetzern und konnten der ĂŒbergeordneten Rallye keinen Abbruch tun. UnterstĂŒtzt haben den globalen Aktienmarkt neben der Erwartung eines positiven Wirtschaftswachstums vor allem die Unternehmensgewinne. FĂŒr die Jahre 2026 und 2027 wird sowohl fĂŒr die USA (S&P 500) als auch fĂŒr Europa (STOXX 600) und Japan (TOPIX) ein Unternehmensgewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich erwartet. Daher ist die Bewertung, gemessen am Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis, in den letzten Monaten unverĂ€ndert geblieben bzw. sogar zurĂŒckgegangen. Auch US-Tech-Unternehmen, die im bisherigen Jahresverlauf eine beeindruckende Rallye hinlegen konnten, sind aufgrund des auĂergewöhnlich starken Gewinnwachstums zuletzt wieder gĂŒnstiger bewertet. Die Nachfrage nach KI bzw. Tech-Lösungen ist weiter angestiegen und Innovationen und Investitionen in Zukunftsthemen werden von den groĂen Konzernen vorangetrieben. Aufgrund des Hypes rund um KI hat nur ein kleiner Teil der Titel die Performance getrieben, die Marktbreite ist daher zurĂŒckgegangen. Durch die sich anbahnende Einigung im Iran-Konflikt erwarten wir in der BTV eine zunehmende Marktbreite sowie eine Erholung zuvor schwĂ€cher gelaufener Sektoren, insbesondere im zyklischen Konsum. Die aktuelle Stimmung am Aktienmarkt lĂ€sst sich als durchschnittlich beurteilen, das Momentum ist allerdings stark und Indikatoren deuten auf einen leicht ĂŒberkauften Markt hin. Zusammengefasst bleibt unser Aktienmarktausblick positiv, kurzfristige RĂŒcksetzer sind im aktuellen Umfeld allerdings möglich und können als Einstiegsmöglichkeit genutzt werden.
Diversifikation: Chancen erkennen, Portfolio gezielt erweitern
Trotz unseres positiven Ausblicks fĂŒr die Anlageklassen Aktien und Anleihen ist Diversifikation im Portfolio sehr wichtig. Bestehende Risikofaktoren wie die Unsicherheiten rund um die Einigung zwischen den USA und dem Iran, die US-Handelspolitik, steigende Inflationszahlen und damit ein höheres Zinsniveau können zu KursrĂŒcksetzern und erhöhter VolatilitĂ€t an den MĂ€rkten fĂŒhren. Im Aktiensegment sind wir daher regional und sektoral breit aufgestellt. In den SchwellenlĂ€ndern sehen wir Potenzial und beurteilen die gĂŒnstige Bewertung als attraktiv. EuropĂ€ische Aktien dĂŒrften im zweiten Halbjahr ebenfalls von steigenden Unternehmensgewinnen und einer Aufholbewegung durch sinkende Energiepreise nach der Lösung des US-Iran-Konflikts profitieren. ZusĂ€tzliche StabilitĂ€t liefert die Anlageklasse âAlternative Investmentsâ, die bestĂ€ndige ErtrĂ€ge bei geringer VolatilitĂ€t generiert. Im Rohstoffsegment bleibt Gold weiterhin ein wichtiger Portfoliobestandteil. Eine hohe Nachfrage durch Zentralbanken und durch private sowie institutionelle Investor*innen dĂŒrfte den Preis wieder ansteigen lassen. JĂŒngste RĂŒcksetzer waren vor allem durch das ZurĂŒckziehen spekulativer KĂ€ufer*innen getrieben. Industriemetalle bleiben durch das Vorantreiben der grĂŒnen Wende sowie durch Investitionen in Verteidigung und KI (Datenzentren, Netzausbau) interessant.
Diese Marketing-/Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und ersetzt auch keine Anlageberatung. Als Marketing-/Werbemitteilung unterliegt sie nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur GewĂ€hrleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die jeweiligen Anlegerinformationen/Zeichnungsbedingungen in deutscher Sprache (Basisprospekt, endgĂŒltige Bedingungen, Prospekt, KID, vereinfachter Prospekt, u. dgl.) sind die einzig verbindlichen Dokumente. Sie erhalten diese bei der BTV Vier LĂ€nder Bank AG, Stadtforum 1, 6020 Innsbruck, bzw. BTV Vier LĂ€nder Bank AG, Zweigniederlassung Deutschland, Neuhauser StraĂe 5, 80331 MĂŒnchen bzw. BTV Vier LĂ€nder Bank AG, Innsbruck, Zweigniederlassung Staad, HauptstraĂe 19, 9422 Staad. Die BeitrĂ€ge in dieser Publikation dienen lediglich der Information. Die BTV prĂŒft ihr Informationsangebot sorgfĂ€ltig. Beachten Sie bitte dennoch, dass EinschĂ€tzungen und Bewertungen die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt der Erstellung bzw. der Ausarbeitung reflektieren und fĂŒr die Richtigkeit und den Eintritt eines bestimmten Erfolges keine GewĂ€hr ĂŒbernommen wird. Wertentwicklungen der Vergangenheit bieten keine GewĂ€hr fĂŒr kĂŒnftige Ereignisse oder Wertentwicklungen. Bei Prognosen und SchĂ€tzungen ĂŒber die zukĂŒnftige Entwicklung handelt es sich lediglich um unverbindliche Werte. Von diesen kann nicht auf die tatsĂ€chliche kĂŒnftige Wertentwicklung geschlossen werden, weil zukĂŒnftige Entwicklungen des Kapitalmarktes und der Konjunktur nicht im Voraus zu bestimmen sind.
Beachten Sie bitte, dass ein Investment in Finanzinstrumente mit Risiken, wie Kursschwankungen oder Vermögensverlusten, verbunden sein kann.
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